Archiv für die Kategorie „2. Bauabschnitt“

Endspurt beim Bimmelbahnbau

sz-online.de | Sachsen im Netz

Viele kleine Arbeiten laufen noch an den Schienen. Aber um den Fahrplan wird immer noch ein Geheimnis gemacht.

17.03.2017
Von Franz Herz

beim Bimmelbahnbau

Steffen Meinicke (li.) und Alex Beyer überwachen den Schweißvorgang am Gleis im Bahnhof Kipsdorf. Hier wird eine Thermitreaktion eingesetzt, die besonders im Gleisbau üblich ist und Temperaturen von über 2000Grad erzeugt. Fotos:

© Egbert Kamprath

Osterzgebirge. Die Baufirmen arbeiten wieder voll auf dem oberen Abschnitt der Weißeritztalbahn, sagt Mirko Froß, Betriebsleiter bei der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft. Es ist Frühling, der Schnee ist weggetaut, und selbst nachts sinken die Temperaturen nur noch unwesentlich unter die Frostgrenze. Dieses gute Bauwetter nutzen die Unternehmen. Die großen Bauschritte haben sie schon vor der Winterpause zurückgelegt. Das Schotterbett und die Gleise liegen. Die Technik ist zum großen Teil installiert. „Jetzt geht es im Wesentlichen um Restarbeiten“, sagt Froß. Doch das sind keine Kleinigkeiten, sondern Aufgaben, die sich noch einige Wochen hinziehen werden. Da geht es beispielsweise um das Setzen der Kilometersteine. Die müssen sauber eingemessen werden. Die Gleise werden verschweißt. Die Wasserversorgung für die Lokomotiven wird auch wieder auf Vordermann gebracht. Sie stand jetzt 15 Jahre still. Das geht an einer technischen Anlage nicht spurlos vorbei.

In Kipsdorf hat die Weißeritztalbahn eine eigene Quelle mit besonders weichem Wasser. Das hat den Vorteil, dass es kaum Zusätze braucht, um das Verkalken der Leitungen zu verhindern. An der Quelle ist ein Brunnenhäuschen, das von außen deutlich zu erkennen ist an der großen Wasserstandsanzeige. Hier wurden auch viele Teile ausgewechselt und erneuert. Der Wasserkran auf dem Bahnhof ist abgestrahlt und neu gestrichen worden, ebenso andere Armaturen und die Verrohrung. Die unterirdische Leitung vom Reservoir zum Bahnhof wurde von innen neu abgedichtet

Wenn die Züge nach Kipsdorf hochgedampft sind, haben sie je nach Last und Jahreszeit eine Menge Dampf verbraucht. Im Winter beispielsweise schluckt die Heizung viel Dampf, wenn an schönen Wochenenden viele Waggons dranhängen, wird auch mehr verbraucht. Wie viel Wasser künftig benötigt wird, ist aber nach wie vor offen. Jetzt, wenige Wochen vor Abschluss der Bauarbeiten, nennt die Dampfeisenbahngesellschaft immer noch keinen Termin für die offizielle Eröffnung der Bahnstrecke. Froß bestätigt nur, dass das auf keinen Fall vor dem 23. April passiert.

Der Fahrplan steht auch noch nicht fest. Das musste auch Brigitte Rotter aus Schellerhau erfahren. Sie wollte eine Feier für den 19. Juni organisieren und dabei gerne eine Bimmelbahnfahrt mit einplanen. Dafür hat sie beim Hauptsitz der Dampfeisenbahngesellschaft am Bahnhof Moritzburg angerufen. „Dort hat mich eine Dame völlig abgeblockt“, berichtet sie. „Sie könne überhaupt nicht sagen, wann ein Zug fährt.“ Auch der Betriebsleiter ist bei dem Thema sehr kurz angebunden. Zum Eröffnungstermin sagt er: „Wenn wir fertig sind, sind wir fertig“ und zum Fahrplan: „Der muss noch freigegeben werden und wird rechtzeitig bekannt gemacht.“

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/endspurt-beim-bimmelbahnbau-3637699.html

Fährt die Weißeritztalbahn doch erst nächstes Jahr wieder?

Von Alexander Bischoff

SDG-Geschäftsführer Roland Richter.   SDG-Geschäftsführer Roland Richter.                          VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen. VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen.

Dippoldiswalde – Der Wiederaufbau der von der Flut 2002 zerstörten Weißeritztalbahn steht kurz vor der Vollendung. Doch ob die Strecke in diesem Jahr auch noch befahren wird, steht in den Sternen. 

Denn hinter den Kulissen tobt ein Streit um Bewirtschaftung und Fahrplan.

Eigentlich sollten die Stahlrösser der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) ab dem Fahrplanwechsel im Dezember wieder von Freital bis Kipsdorf dampfen. Doch schwieriger als die letzten Arbeiten an der Strecke gestaltet sich mittlerweile die Einigung auf Fahrzeiten und Takte. „Für unseren Fahrplan gibt es keine Genehmigung“, sagt SDG-Sprecherin Kati Schmidt auf TAG24-Anfrage kurz. Die Hintergründe will sie nicht preisgeben.

„Wir sind in Verhandlungen, da geben wir keine Interna nach außen.“

Auf der anderen Seite des Verhandlungstisches sitzen die Vertreter des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO), die als Auftraggeber des Bahnverkehrs die Züge beim Bahnbetreiber SDG bestellen. Und die dafür das Geld verwalten. „Genau 4,2 Millionen Euro für unsere Schmalspurbahnen, davon 500.000 Euro für den oberen Abschnitt nach Kipsdorf“, listet VVO-Sprecher Christian Schlemper auf.Und mit diesem Budget, so deutet er an, scheint die Dampfeisenbahngesellschaft ihre Probleme zu haben. Bisher hält sie damit täglich je sechs Zugverbindungen zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde sowie zurück am Laufen. Und würde in einer solchen Größenordnung gern auch nach dem Fahrplanwechsel zum 11. Dezember weitermachen – plus die Strecke nach Kipsdorf.

Doch das lässt der finanzielle Spielraum nicht zu. „Wir müssen unten weniger Züge fahren lassen, damit wir oben nach Kipsdorf fahren können“, beschreibt Schlemper die Position der VVO. Denn zusätzliches Geld vom Freistaat, der die Schmalspurbahn größtenteils finanziert, werde es nicht geben.

Zudem will der VVO für die Weißeritztalbahn einen „nachfrageorientierten Fahrplan“. Soll heißen: „An langen Wochenenden und Feiertagen mehr Züge, an grauen Novembertagen weniger“, beschreibt Schlemper.

Das Gepoker um den Fahrplan treibt vor allem den Tourismusanbietern den Angstschweiß ins Gesicht. Bisher weiß niemand, inwieweit Weihnachts- und Silvestergäste auf die hübsche Dampfbahn zählen können. Bisher sind sich VVO und SDG nur einig, dass auch nach dem 10. Dezember irgendwie Züge fahren sollen.

Quelle: https://www.tag24.de/nachrichten/weisseritztalbahn-der-finanz-poker-um-den-fahrplan-dippoldiswalde-wiederaufbau-flut-177938

Bimmelbahnbau erreicht Kipsdorf

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Anfang November wird die B 170 noch einmal gesperrt. Wann die Strecke fertig wird, dazu gibt’s zwei Prognosen.

26.10.2016 Von Franz Herz

nbau erreicht Kipsdorf

Der Wasserkran steht wieder am Bahnhof Kipsdorf. Bald werden hier auch die Gleise liegen. Am ersten Novemberwochenende soll der Bahnübergang gebaut werden. Danach können die Arbeitszüge und die Gleisstopfmaschine auch den Bahnhof erreichen.

© Egbert Kamprath

René Bahling arbeitet hier beim Bahnsteigbau in Obercarsdorf. Im Hintergrund ist das neu gestrichene Empfangsgebäude zu sehen. Die Farben entsprechen den Vorgaben des Denkmalschutzes.

René Bahling arbeitet hier beim Bahnsteigbau in Obercarsdorf. Im Hintergrund ist das neu gestrichene Empfangsgebäude zu sehen. Die Farben entsprechen den Vorgaben des Denkmalschutzes.

© Egbert Kamprath

Eine Diessellok zieht einen Arbeitszug mit drei Schotterwagen am Bahnhof in Schmiedeberg vorbei. Bis hierher sind die Gleise fertig verlegt. Weiter bis Kipsdorf muss die Stopfmaschine noch arbeiten.

 Eine Diessellok zieht einen Arbeitszug mit drei Schotterwagen am Bahnhof in Schmiedeberg vorbei. Bis hierher sind die Gleise fertig verlegt. Weiter bis Kipsdorf muss die Stopfmaschine noch arbeiten.

© Egbert Kamprath

 

Kipsdorf.

Der Wasserkran steht wieder auf dem Bahnhof in Kipsdorf, sandgestrahlt und frisch gestrichen. Ebenso ist der Turm mit der Stationsanzeige schon wieder an seinen Platz zurückgekehrt. Momentan fehlen auf dem Bahnhofsgelände noch die Gleise. Aber dafür müssen die Bauzüge erst einmal die B 170 überqueren können. Das wird erst im November möglich sein.

Denn am ersten Novemberwochenende steht der Bau des Bahnübergangs in Kipsdorf im Bauzeitenplan, informiert Mirko Froß, der Betriebsleiter der Weißeritztalbahn . Dafür wird die B 170 von Freitag, 4. November, bis Sonntag, 6. November, komplett gesperrt. Die Aktion in Kipsdorf läuft wie die Baustellen in Ulberndorf und Obercarsdorf, für welche die Bundesstraße im August bereits zweimal gesperrt worden ist.

Um den Bahnübergang zu bauen, wird die Gleisstopfmaschine benötigt. Diese war schon im Einsatz auf dem Streckenabschnitt bis Schmiedeberg. Zwischendurch wurde sie verladen und auf anderen Schmalspurstrecken eingesetzt in der Slowakei und in Frankreich, wie die IG Weißeritztalbahn informierte. Am 1. November kommt die Maschine wieder in Sachsen an und bringt dann noch die Bimmelbahngleise zwischen Schmiedeberg und Kipsdorf in die passende Form.

Nach wie vor ist die gesamte Strecke zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf eine Baustelle. Die Arbeiten sind aber unterschiedlich weit gediehen. Die Gleise von Dippoldiswalde bis Schmiedeberg sind fertig gebaut. Es laufen aber noch Nebenarbeiten. Die Bauarbeiter befestigen die Bahnsteige in Obercarsdorf oder verlegen Kabel für die Signale. Das sind zum großen Teil ganz normale Tiefbauarbeiten.

Der Gleisbau läuft nur noch zwischen Schmiedeberg und Kipsdorf, wo sich jetzt ohnehin die meisten Aktivitäten konzentrieren. Hier ist derzeit der Arbeitszug mit drei Schotterwagen unterwegs. Sie schütten das Gleisbett, auf dem auch schon die Schienen liegen. „Vor allem bereiten wir den Bau des Bahnübergangs vor“, sagt Froß.

Wetter entscheidend

Wenn der Übergang fertig ist, können auch Arbeitszüge die B 170 überqueren, dann werden dort auch die letzten Gleise im Bahnhof verlegt, die bisher noch fehlen. Jetzt muss aber erst einmal die Stopfmaschine wiederkommen, um die Gleise präzise auszurichten. Voraussetzung dafür ist aber, dass das Wetter mitspielt. „Wenn baufreies Wetter bleibt, werden wir mit dem Bau bis Jahresende fertig“, sagt Froß. Sollte allerdings ein Wintereinbruch kommen, werden die Arbeiten gestoppt und die Baustelle geräumt. Dann geht es erst im Frühjahr weiter, wenn wieder zuverlässiges Bauwetter herrscht. Das Signal zum Baustopp kommt in dem Moment, wenn der erste Schnee fällt. Denn die Gleisstopfmaschine arbeitet mit Lasersensoren. „Schneeflocken würden die Strahlen reflektieren. Dann kann die Maschine nicht mehr präzise messen. Da würde vielleicht eine Achterbahn herauskommen“, sagt Froß. Er will aber ein sauber verlegtes Eisenbahngleis.

Und aufgrund dieser Unwägbarkeiten kann er momentan auch keinen Termin nennen, wann der erste fahrplanmäßige Zug von Dippoldiswalde bis Kipsdorf rollen wird. Fest steht, dass zum Kleinbahnadvent auf dem Streckenabschnitt oberhalb von Dippoldiswalde noch kein Personenzug rollt.

Auch in Kipsdorf bekommt der Bahnhof wieder sein vertrautes Gesicht. Vergangene Woche ist der Wasserkran wieder aufgestellt worden, ebenso der Turm für die Bahnhofsuhr.

In Kipsdorf gehen auch die Arbeiten am Lokschuppen planmäßig voran. „Hier fehlt nur noch die Fassade“, sagt Froß. Sie wird dann genauso gestaltet wie das Stellwerk in Kipsdorf und das Empfangsgebäude in Obercarsdorf: in den sächsischen Farben Gelb und Grün mit abgesetzten roten Elementen, wie den Fenstern und der Giebelverkleidung unter dem Dach.

„Diese Farbauswahl haben wir mit dem Denkmalschutz abgesprochen. Sie orientiert sich an Farben, die an den Gebäuden gefunden wurden“, berichtet der Betriebsleiter. Wobei verschiedene Generationen immer die Gebäude immer wieder einmal anders gestrichen haben. Es ist also schwierig zu sagen, was als original gilt. Nun müssen an den schönen Gebäuden nur möglichst bald auch regelmäßig Züge halten.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/bimmelbahnbau-erreicht-kipsdorf-3526355.html

Sorgenkind Schmalspurbahn

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Der Bau geht gut voran. Aber wie sollen künftig die Fahrten bezahlt werden? Die Antworten der Politiker.

15.09.2016 Von Franz Herz

d Schmalspurbahn
Hier fährt die Weißeritztalbahn nach Dippoldiswalde ein, vorbei am neuen Polypark. Der ist eine Attraktion, die auch Dipps als Ziel für Familien attraktiver macht, also zur Belebung der Bahn beiträgt. Derzeit hängen aber alle Planungen auch für touristische Angebote in der Luft, weil der Fahrplan für die komplette Bahnstrecke zwischen Freital und Kipsdorf noch nicht steht.

© Frank Baldauf

Dippoldiswalde.Die Bauarbeiten an der Schmalspurstrecke im Weißeritztal zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf machen täglich sichtbare Fortschritte. Die Arbeitszüge rollen inzwischen schon bis Schmiedeberg, wie Ralf Kempe, der örtliche Betriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft informierte. Es gibt keine Zweifel mehr, dass noch diesen Herbst die ersten Züge bis nach Kipsdorf hochdampfen können. Aber bisher weiß keiner, wie oft und wann diese Züge dampfen werden. Ein Fahrplan ist noch nicht bekannt. Wer jetzt seine Weihnachtsfeier plant und dabei gerne eine Zugfahrt nach Kipsdorf ins Programm einbauen will, steht auf dem Schlauch. Auch Reiseunternehmen, die jetzt über ihren Planungen für die nächste Saison sitzen, wissen nicht so recht weiter. Können Sie ihre Gäste hoch und runter mit dem Zug fahrenlassen? Müssen Sie diese in Kipsdorf mit dem Bus abholen? Alles Fragen, für die eine Antwort überfällig ist.

Teilweise hängen auch bestehende Angebote auf der Strecke zwischen Freital und Dippoldiswalde in der Luft. So ist in der Diskussion, dass der 15-Uhr-Zug von Dippoldiswalde zurück nach Freital wegfällt. Daran hängt aber Braumeisters Dampfzug, eine Sonderaktion, die gut angenommen wird. Deren Teilnehmer haben in der Regel noch das Museum in Dippoldiswalde besucht und in der Stadt noch etwas gegessen und getrunken. „Damit fehlen der Stadt zwischen 1 000 und 1 400 Besucher im Jahr“, schätzt der Dippoldiswalder Oberbürgermeister Jens Peter (Freie Wähler), der sich dabei auf Zahlen aus dem Museum stützt. „Mit einer derartigen Fahrplanänderung würde diese Tradition zunichte gemacht“, sagte Peter in der jüngsten Stadtratssitzung.

Nun ist die Schmalspurbahn seit Jahren ein Politikum, nicht nur wenn Spatenstiche und Brückeneinbauten zu feiern sind. Die entscheidende Frage dabei lautet immer: Wie wird der laufende Betrieb finanziert? Daher fragte die Sächsische Zeitung einmal Landtagsabgeordnete aus der Weißeritzregion nach ihren Vorschlägen für die Weißeritztalbahn. Die SZ wollte wissen, was tun die Politiker als Abgeordnete der Region dafür, dass die Weißeritztalbahn einen für die Bürger sinnvollen und touristisch attraktiven Fahrplan erhält. Dazu wurden sie gefragt, was ihrer Meinung nach andere dafür tun sollten, um die Bahnstrecke zu beleben und attraktiv zu gestalten. Unten lesen Sie die Antworten der Politiker.

Das sagt die Politik

© Egbert Kamprath

Andrea Dombois, CDU

Die Situation der Weißeritztalbahn ist seit Monaten Gegenstand vieler Gespräche gewesen. Gerade die Diskussion um fehlende Gelder, die nun vom Land ausgeglichen werden sollen, wäre einen Artikel für sich wert, da die Wenigsten von den bereits bestehenden Zahlungen, Problemen gegenüber dem Rechnungshof in der Umsetzung der Finanzierung und vielen weiteren Hemmnissen wissen. Auch ist es nicht möglich, über die Aktivitäten vieler Freunde der Bahn, mit denen ich regelmäßig in Verbindung stehe, und die vielen Kompromisse durch das Land eine Aussage zu treffen. Ich bedaure das, weil am Ende immer nur Aussagen bleiben, dass angeblich die Bahn gefährdet ist.

© Andreas Weihs

Verena Meiwald, Linke

Im Kreistag hat meine Fraktion den Wirtschafts- und Vergabeausschuss um den Bereich Tourismus erweitern lassen, damit verstärkt auf diesen geschaut wird und Maßnahmen entwickelt werden können. Unser Vertreter im Verkehrsverbund wird dafür streiten, dass es einen attraktiven Fahrplan geben wird und dass keine bestehenden Angebote wegbrechen werden.
Es ist der Freistaat gefordert, er muss die vom Bund zur Verfügung gestellten Regionalisierungsmittel für den Schienenverkehr auch vollständig an die Verkehrsverbünde weitergeben. Dies fordern wir als Linksfraktion im Landtag seit langem, jedoch verwendet der Freistaat einen Teil dieser Mittel für anderes.Die Weißeritztalbahn hat keine rein touristische Nutzung, sieist Teil des ÖPNV. Daher muss der Fahrplan gegenüber dem vorliegenden Entwurf erweitert werden.

© SZ

Dagmar Neukirch, SPD

Der Wiederaufbau ist ein großer Erfolg. Für die Fertigstellung bis Kipsdorf sollen laut Regierungsentwurf 2017 insgesamt 3,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. Zudem gewährt der Freistaat „Betriebshilfen für Der Wiederaufbau ist ein großer Erfolg. Für die Fertigstellung bis Kipsdorf sollen laut Regierungsentwurf 2017 insgesamt 3,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. Zudem gewährt der Freistaat „Betriebshilfen für Schmalspurbahnen“, Zuschüsse für den Betrieb in Höhe von 8,75 Mio. Euro jährlich, dazu Gelder für Instandsetzung, Wartung und Pflege. Die Weißeritztalbahn besitzt vor allem eine hohe touristische Bedeutung. Deshalb müssen wir versuchen, Unterstützung aus der Tourismusförderung zu erhalten. Daran arbeiten wir. Hier erwarte ich auch regionale Aktivitäten. Letztlich müsse sich der Landkreis mit der Tourismuswirtschaft und den Kommunen darüber verständigen.

© Frank Baldauf

André Barth, AfD

Bei unserem sächsischen Schmalspurbahnnetz handelt es sich um ein einmaliges Kulturgut von hohem Wert. Es ist uns daher ein Anliegen, dieses zu erhalten und für Touristen wieder attraktiver zu machen. Durch die Weißeritztalbahn soll auch Kipsdorf touristisch wiederbelebt werden. Finanzielle Mittel zur sinnvollen und attraktiven Ausgestaltung des Fahrplans müssen durch die Staatsregierung und den Landkreis ausreichend zur Verfügung gestellt werden. Da dies im Entwurf zum nächsten Doppelhaushalt auf Landesebene nicht der Fall ist, werde ich in der AfD-Landtagsfraktion und auch als Kreisrat dafür kämpfen, dass wir hierzu einen Änderungsantrag einbringen.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/sorgenkind-schmalspurbahn-3494480.htm

07.09.2016 – Der 1. Arbeitszug hat Schmiedeberg erreicht.

Der Schwerstarbeiter

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Für den Wiederaufbau der Weißeritztalbahn rollt jetzt die Gleisstopfmaschine. Der Koloss ist zugleich ein Sensibelchen.

11.08.2016 Von Franz Herz

rstarbeiter

Thomas Busch kontrolliert die Arbeit der Stopfmaschine an den Bimmelbahngleisen oberhalb des Bahnhofs in Dippoldiswalde. Hier sind die grauen Stopfpickel zu sehen, die sich in den Schotter rütteln und diesen unter die Schwellen drücken.

© Egbert Kamprath

Freital. Für den Laien sehen die Gleise der Schmalspurbahn zwischen dem Dippser Bahnhof und Ulberndorf schon gut aus. Dort rollen sogar schon Arbeitszüge. Aber die sind mit größter Vorsicht unterwegs, und das ist auch gut so. Denn teilweise liegen die Schienen noch zu hoch oder zu weit auseinander. Ja, wo die Schienenabschnitte aneinander stoßen, sind sogar noch Lücken. Aber all das wird derzeit in Ordnung gebracht, und dafür ist ein 42 Tonnen schwerer, gelber Koloss verantwortlich, der dort ebenfalls auf den Schienen steht: eine Richt- und Gleisstopfmaschine. Auf den ersten Blick ist es eine robuste Arbeitsmaschine, die mit grobem Schotter umzugehen versteht. Auf den zweiten Blick ist der Koloss ein sensibles Gerät, das mit modernster Lasermesstechnik auf den Millimeter genau arbeitet.

Das ist an den zwei blauen Laserpunkten zu sehen, welche die Maschine vorne und hinten auf die Schienen wirft. Damit misst der Koloss, wie die Schienen liegen. In seinem Computer hat er die Planungsunterlagen gespeichert, wie die Gleise richtig liegen müssen. Wenn das nicht zusammenpasst, dann greift eine Rollenzange zu und hebt die Schienen an oder rückt sie zur Seite. Die Bewegung ist kaum zu sehen, es geht ja höchstens um wenige Zentimeter. Nun passt die Lage der Schienen. Aber wie behalten sie ihre exakte Position?

Dafür ist die robuste Arbeitsmaschine gefragt. In ihrer Mitte ragen acht Metallfinger nach unten, die sogenannten Stopfpickel. Das sind massive Stahlmeißel, geschätzte 40 Zentimeter lang. Diese beginnen zu vibrieren und drücken auf jeder Seite einer Schwelle in den Schotter und pressen ihn unter der Schwelle zusammen. Das Schotterbett wird dann so hoch, wie es für die Schiene erforderlich ist. Das funktioniert auch andersherum, dann drückt die Maschine das Gleis nach unten und rüttelt es in den Schotter hinein, erklärt Ralf Kempe, Betriebsleiter der Weißeritztalbahn.

Bei diesem Arbeitsschritt haben die Bediener der Maschine einen Gehörschutz auf ihren Ohren, denn der dumpfe Lärm der acht Pickel ist weithin in Dippoldiswalde zu hören. So geht es Schwelle für Schwelle voran. Die Rollenzange hält die Schiene exakt in der richtigen Position und die Stopfpickel drücken von unten her den Schotter gegen die Schwelle, damit die den exakt in der richtigen Position bekommt.

In der Regel sind dafür zwei Stopfdurchgänge erforderlich, beim ersten ist noch nicht die erforderliche Genauigkeit zu erreichen, die kommt erst beim zweiten Mal. So hat die Maschine am Mittwochmittag die Schiene über den Firstenweg in Dippoldiswalde gestopft, dann rückte sie ein Stück Richtung Bahnhof Dippoldiswalde. Dort war hinter der ersten Weiche noch ein Nebengleis zu richten. Nun arbeitet sie sich schrittweise voran bis nach Kipsdorf.

Die Maschine gehört Metrico, einem Tochterunternehmen der Gleisbaufirma Sersa, die mit zwei Partnerfirmen für den Wiederaufbau der Weißeritztalbahn bis Kipsdorf verantwortlich ist. Sie ist in ganz Europa unterwegs, in Belgien, Frankreich, der Schweiz. Zuletzt war sie in Vorchdorf in Österreich, erzählt Thomas Busch, der zu ihrer Bedienmannschaft gehört. Sie ist auf Schmalspurbahnen spezialisiert, kann aber auf 750 Millimeter Spurweite und auf 1 000 Millimeter wie auf der Harz-Querbahn eingesetzt werden.

Diese Woche arbeitet das Stopfteam auf dem Abschnitt zwischen dem Dippser Bahnhof und dem Übergang über die B 170 in Ulberndorf. Am Freitagabend kommt dann der Bahnübergang an die Reihe. Dafür wird die Bundesstraße B 170 komplett gesperrt. Am Bahnübergang wurde bisher noch gar nicht gearbeitet, daher sind außer dem Stopfen der Gleise auch noch andere Arbeitsschritte erforderlich. Die Sperrung ist daher für das ganze Wochenende geplant. Ab Montag haben die Autos wieder freie Fahrt, bis am Wochenende darauf die B 170 am Bahnübergang in Obercarsdorf ebenfalls über das Wochenende gesperrt ist. Die Umleitung läuft über Reichstädt und Sadisdorf.

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/der-schwerstarbeiter-3466005.html

Wissenschaftler an der Weißeritztalbahn

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Vorbildliche Leistungen gab es schon vor 135 Jahren beim Streckenbau. Spannend ist aber auch der Wiederaufbau.

06.08.2016 Von Franz Herz

aftler an der Weißeritztalbahn

Professor Hans-Christoph Thiel erklärt den Teilnehmern des wissenschaftlichen Praxistags am Haltepunkt Schmiedeberg Naundorf den Einsatz von neuen Schwellen aus Recycling-Kunststoff. Sie haben einen großen Vorteil gegenüber den herkömmlichen Schwellen aus Holz. © Egbert Kamprath

Osterzgebirge.Der Wiederaufbau der Weißeritztalbahn ist auch für die Wissenschaft interessant. Denn dabei kommt auch neue Technik zum Einsatz. Deswegen macht Professor Hans-Christoph Thiel regelmäßig Fachexkursionen mit Studenten, Eisenbahningenieuren und Bauunternehmern an der Strecke. Hans-Christoph Thiel wohnt heute in Dresden, ist aber ein alter Freitaler und leitet den Lehrstuhl für Eisenbahnwesen an der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus und Senftenberg. Als Freitaler liegt ihm die Weißeritztalbahn schon immer am Herzen. So war er einer der Mitbegründer der IG Weißeritztalbahn und die Bahn ist auch Gegenstand seiner wissenschaftlichen Arbeit.

So lädt er regelmäßig zum bauwissenschaftlichen Praxistag auf die Baustelle. Der nächste findet am Freitag, dem 26. August, statt, der jüngste war am vergangenen Wochenende. Dabei gehen die Teilnehmer die ganze Strecke ab und besichtigen bautechnische Besonderheiten. „Das habe ich schon beim ersten Bauabschnitt zwischen Freital und Dippoldiswalde regelmäßig angeboten“, sagt Thiel. Bei seiner jüngsten Exkursion stand eine neue Art der Schwellen besonders im Blickpunkt: Produkte aus wiederverwendetem Plastik. Dieses Material wird aus den Kunststoffen hergestellt, die wir im Gelben Sack zur Wiederverwertung geben. Die Firma Reluma in Großrückerswalde im Erzgebirgskreis stellt daraus neue Produkte her. Das Material ist seit einigen Jahren für verschiedene Zwecke im Einsatz. Seit über 15 Jahren wird es im Wasserbau verwendet beispielsweise für Bootsstege. Der Einsatz im Eisenbahnbau kam etwas später. Die Dresdner Verkehrsbetriebe setzen die Kunststoffschwellen seit über zehn Jahren für die Straßenbahnen ein. Das hat sich gut bewährt. Nun werden die Kunststoffschwellen auf der Schmalspurstrecke im Osterzgebirge verlegt. Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft verspricht sich davon einige Vorteile gegenüber den herkömmlichen Holzschwellen. Holz verwittert ja. Daher werden die Schwellen mit Imprägnieröl getränkt, damit sie länger halten. So behandeltes Holz ist aber am Ende nur noch als Sondermüll zu entsorgen, was hohe Kosten für den Betreiber bringt. Die Kunststoffschwelle kommt ohne Imprägnierung aus. Fachleute wie Thiel erwarten sogar, dass die Kunststoffschwellen, wenn sie eines Tages ausgewechselt werden, erneut zu Granulat verarbeitet werden können. Daraus kann dann wieder ein neues Plastikprodukt entstehen.

Ein Nachteil ist bisher, dass die Plastikschwellen keine so großen Lasten aushalten. Deswegen werden sie nicht auf den Haupteisenbahnstrecken eingesetzt, wo die Züge schwerer sind. Aber für Straßenbahnen und leichte Nebenbahnen wie im Weißeritztal reichen sie aus. Eine andere neuartige Bautechnik, die bei einem früheren Praxistag eine Rolle spielte, sind die sogenannten bewehrten Dämme. Die standen im Mittelpunkt eines früheren Praxistags von Professor Thiel. Dabei wird in den Untergrund Stahl eingebracht, der dem Bahndamm mehr Stabilität gibt. Laien erkennen dies an den Gabionen, steingefüllten Drahtbehältern. Diese sind an der Oberfläche zu sehen. Die widerstandsfähige Technik wurde bereits im ersten Bauabschnitt der Weißeritztalbahn eingesetzt. Damit ist der Bahndamm besser gegen Ausspülungen bei einem Hochwasser geschützt. Das hat sich beim Hochwasser 2013 schon gut bewährt.

Mit seinen Fachexkursionen entlang der Bahnstrecke steht der Cottbusser Professor in einer Tradition, die bis in die Bauzeit der Bahnstrecke zurückreicht. Bereits 1881 hat der Sächsische Architekten- und Ingenieurverein seine Mitglieder aufgerufen, die Baustelle im Rabenauer Grund zu besichtigen. Damals stand die schöne Gestaltung der Brückenbauten im Mittelpunkt des Interesses. Diese galten seinerzeit als vorbildlich.

Wer sich für die heutigen bautechnischen Besonderheiten der Weißeritztalbahn interessiert, kann sich dem nächsten Praxistag anschließen. Das ist aber eine anstrengende Veranstaltung. Sie startet am 26. August am Bahnhof in Dippoldiswalde, nach der Ankunft des 9.42 Uhr-Zuges aus Freital-Hainsberg. Danach geht es zu Fuß über die ganze elf Kilometer lange Baustelle bis nach Kipsdorf. Feste Schuhe und eine Warnweste müssen die Teilnehmer selbst mitbringen. Detaillierte Informationen auch zur Anmeldung gibt Hans-Christoph Thiel auf der Internetseite der Brandenburgischen Technischen Universität. Bei diesem Termin Ende August können die Teilnehmer schon wieder einen wesentlichen Baufortschritt beobachten. Inzwischen sind bereits Arbeitszüge unterwegs, die Schotter heranschaffen. Ab nächster Woche wird dann die Gleisstopfmaschine arbeiten und die Schienen in ihre endgültige Form bringen, sodass Ende des Jahres wieder die ersten regulären Züge bis nach Kipsdorf rollen können.

Weitere Informationen gibt es hier

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/wissenschaftler-an-der-weisseritztalbahn-3461241.html

Die Gleisstopf- und Richtmaschine steht seit Freitag Abend auf den Gleisen der Weißeritztalbahn in Dippoldiswalde.

Die ersten neuen Gleise liegen schon

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Noch kann die Weißeritztalbahn nicht bis Kipsdorf fahren. Jetzt kommen Spezialtechnik – und Sperrungen der B 170.

13.07.2016 Von Franz Herz

http://www.sz-online.de/nachrichten/bilder/bei-ulberndorf-liegen-schon-die-neuen-gleise-daniel-schwarz-1774607h.jpg

Bei Ulberndorf liegen schon die neuen Gleise. Daniel Schwarz, Gleisbauer aus Dohna, zieht hier die Schwellen für die Schienen fest.

© Frank Baldauf

Dippoldiswalde. Wer von Dippoldiswalde in Richtung Obercarsdorf fährt, kann schon ein Stück wiederaufgebaute Weißeritztalbahn sehen. Auf einem großen Abschnitt liegen die Schwellen und Gleise schon wieder. Aber im jetzigen Zustand kann darauf noch kein Zug fahren.

In der kommenden Woche soll die Gleisstopfmaschine anrollen. Ein Wendepunkt im Baugeschehen. Bisher waren auf der gesamten Strecke Straßenbaumaschinen eingesetzt. „Mit dem Einsatz der Stopfmaschine wird das Thema Arbeitszüge aktuell“, sagt Mirko Froß, der als Betriebsleiter bei der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft für die Baustelle verantwortlich ist. Bisher sind auf der Baustelle Bagger und Lkws wie auf einer normalen Straßenbaustelle zugange. Die Stopfmaschine dagegen fährt nicht auf Gummirädern, sondern auf Gleisen. Es ist eine komplexe Maschine, die zwei wichtige Arbeitsschritte erledigt. Erstens nimmt sie die Schienen, die jetzt schon auf die Schwellen gelegt sind, auf und richtet sie exakt aus. Sowohl die Höhe als auch die Richtung müssen stimmen. Dafür ist in der Stopfmaschine moderne Vermessungstechnik eingebaut. Wenn die Gleise ihre Position haben, kommt der zweite Schritt. Dann wird das Schotterbett darunter gestopft.

Auch beim Lokschuppen geht’s voran

Der Grundschotter liegt auf weiten Streckenabschnitten jetzt schon. Wenn die Schienen ausgerichtet sind, wird aus dem Wagen der sogenannte Gleisschotter dazugeschüttet und mit einem Rüttler verdichtet. Dessen Vibrationen lassen die Steine so zusammenrutschen, dass das Gleisbett fest wird. Die Gleisstopfmaschine wird in Dippoldiswalde mit ihrer Arbeit beginnen und sich dann nach oben in Richtung Kipsdorf vorarbeiten. Wenn sie dann die B  170 überquert – erst in Ulberndorf, später vor Obercarsdorf und schließlich in Kipsdorf –, wird an diesen Tagen die Bundesstraße gesperrt werden müssen. Das gilt auch für die verschiedenen Grundstückszufahrten und kleineren Straßen, über die das Bahngleis verläuft. Die genauen Termine dafür sind noch nicht bekannt. Voraussichtlich Anfang August wird die Bundesstraße zum ersten Mal gesperrt, kündigt Froß an.

Mit dem bisherigen Baufortschritt ist Froß zufrieden. Auf der gesamten Strecke zwischen Dippoldiswalde und dem Endbahnhof in Kipsdorf geht es voran. In Kipsdorf am Bahnhof wird derzeit die Entwässerung gebaut. Die verschwindet zwar in der Erde, ist aber für eine funktionierende Bahnstrecke absolut wichtig. „Wenn wir Wasser im Bahnkörper haben und das gefriert, dann hebt es die Gleise an“, schildert Froß. Für ihn als Eisenbahningenieur wäre das ein Albtraum. Darum sind die Entwässerungsleitungen mit das Wichtigste beim gesamten Bahnbau, nicht nur im Bahnhof, sondern auf der gesamten Strecke. Dort ist deren Einbau weitgehend schon erledigt.

In Kipsdorf laufen noch mehrere Arbeiten links und rechts der Gleise. So sind die Bahnhofsuhr und der Wasserkran derzeit bei einem Metallbauer in der Werkstatt. Der bringt sie auf Vordermann. Sie kommen dann wieder auf den Bahnhof, wenn der Bau so weit fortgeschritten ist, dass sie auch wieder benötigt werden.

Ebenfalls Fortschritte macht in Kipsdorf die Sanierung des Lokschuppens. Hier waren die Dachdecker auf dem Gebäude. Der Giebel wurde neu hochgemauert. Eine Brücke oberhalb von Schmiedeberg ist auch noch in Arbeit. Die anderen sind schon alle fertig.

Mirko Froß, Betriebsleiter der Weißeritztalbahn, steht auf der Baustelle in Obercarsdorf. Hier laufen noch die Erdarbeiten für die künftige Bahntrasse. Weiter unten sind die Arbeiten bereits ein Stück weiter.

Mirko Froß, Betriebsleiter der Weißeritztalbahn, steht auf der Baustelle in Obercarsdorf. Hier laufen noch die Erdarbeiten für die künftige Bahntrasse. Weiter unten sind die Arbeiten bereits ein Stück weiter. © Frank Baldauf

Der Baufortschritt ist unterschiedlich. Oberhalb von Schmiedeberg wird noch eine Brücke betoniert. Roland Hähnel und Robby Pranzer schalen eine Wand dafür.

Der Baufortschritt ist unterschiedlich. Oberhalb von Schmiedeberg wird noch eine Brücke betoniert. Roland Hähnel und Robby Pranzer schalen eine Wand dafür. © Frank Baldauf

Und oberhalb davon, am Ortsausgang Richtung Obercarsdorf, schichtet Josef Birno Steine in den Drahtkäfig einer Gabione, die das Gleisbett sichert.

Und oberhalb davon, am Ortsausgang Richtung Obercarsdorf, schichtet Josef Birno Steine in den Drahtkäfig einer Gabione, die das Gleisbett sichert. © Frank Baldauf

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/die-ersten-neuen-gleise-liegen-schon-3441558.html

 

Ausschreibung für Bimmelbahnbau

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Wenn die ersten Gleise an der Bimmelbahn verlegt sind, kann die Elektrik eingebaut werden. Dafür wird eine Firma gesucht.

25.06.2016 Von Franz Herz

Dippoldiswalde/Kipsdorf. Derzeit läuft die letzte große Ausschreibung für den Wiederaufbau des oberen Abschnitts der Weißeritztalbahn. Es geht dabei um die Elektrik entlang der Strecke, wie Mirko Froß, Betriebsleiter bei der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft, informierte. Zu den Elektroinstallationen gehören die Signaltechnik, um die Züge zu steuern, die Fernmeldetechnik und die Stromversorgung für die technischen Anlagen entlang der Bahntrasse zwischen Dippoldiswalde und Kipsdorf.

Anfang Juni wurden diese Arbeiten öffentlich ausgeschrieben. Derzeit können interessierte Firmen Angebote abgeben. Im August soll die Entscheidung über den Zuschlag fallen. Im September sollen die Gleisbauer auf verschiedenen Abschnitten dann so weit sein, dass die Elektriker beginnen können. Sie können erst mit ihrer Arbeit anfangen, wenn die anderen Schritte abgeschlossen sind.

Derzeit wird auf der gesamten Strecke zügig gebaut. Die Arbeiter sind aber unterschiedlich weit. Im oberen Abschnitt zwischen Schmiedeberg und Kipsdorf laufen noch die Stützwandbauten zur Weißeritz und zur Bundesstraße hin. Die müssen abgeschlossen sein, ehe der Bau des Gleisbettes beginnen kann. Im unteren Bereich zwischen Dippoldiswalde und Schmiedeberg liegt teilweise schon das Schotterbett, auf das schließlich die Schwellen und Gleise verlegt werden.

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